Die Entwicklung des Skilaufens in Elsenroth

Das Skilaufen hat in den 60er/70er Jahren stark an Zulauf gewonnen. Bei uns in Elsenroth war es zu dieser Zeit noch üblich, dass man den Berg „am Hooch“, von wo abgefahren wurde, noch zu Fuß ersteigen musste. Um Dieses zu erleichtern, kamen einige Wintersport-Idealisten im Jahre 1976/77 auf die Idee, einen Skilift zu bauen. So wurde ein Traktor versehen mit einem Kartoffelroder und einem Seil installiert. An dieses Seil wurden mehrere Querhölzer befestigt, woran sich die Skiläufer festhielten und auf den Berg ziehen ließen.

In dem folgenden Winterjahr 1978/79 wurde überlegt, wie man die Beförderung der Skiläufer verbessern könnte. Der Fortschritt bestand darin, dass eine Felge an den Traktor befestigt wurde und über diese Felge mit einem Umlauf-Drahtseil die Skiläufer auf die Bergstation gezogen wurden. Um sich an dem Seil halten zu können, wurden Spezial-Schleppgriffe beschafft. Das Erreichen der Bergstation wurde nun auch für Fußgänger und Schlittenfahrer interessanter, denn man hatte aus einem Bauwagen eine provisorische Skihütte gebaut. Dort gab es dann ab und an Glühwein, Tee, Waffeln und auch Würstchen, die das Verweilen angenehmer gestalteten. Die Entwicklung blieb nicht stehen und man überlegte an weiteren Verbesserungen. Aufgrund der nicht gerade idealen Höhenlage Elsenroths für den Wintersport, musste die Investition und das Risiko so gering wie möglich gehalten werden, aber dieses war gar nicht so einfach.

Es wurde dann im Jahre 1981/82 ein Skilift mit 7,5 PS Drehstrom- Motor angeschafft. Auch dafür stellten sich die bereits vorhandenen Wintersport-Idealisten, was das Finanzielle und den Arbeitsaufwand betraf, weiterhin mit ihrem Einsatz zur Verfügung. Eine Flutlicht-Anlage, die das Skifahren auch bei Dunkelheit ermöglichte, war bereits errichtet. Aufgrund dieser neuen Liftanlage mussten verschiedene, damit verbundene Auflagen, erfüllt werden. Um einen reibungslosen Ablauf auch weiterhin gewährleisten zu können, mussten alle grundstücksmäßig beteiligten Eigentümer ihre Zusage geben. Somit ist es in unserem Ort Elsenroth weiterhin möglich, die Wintersportmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Im Herbst 1983 konnten wir eine modernere und größere Holzbaracke erwerben, die uns nun als angenehme Skihütte dient.

Die Skiabteilung wurde im Jahr 1985 dem TuS Elsenroth angegliedert und gehört seitdem auch dem Westdeutschen Skiverband an. Von 1988 bis Ende der 90er wurde jedes Jahr in den Osterferien eine 8-tägige Tour in das Skigebiet nach Livigno/Italien durchgeführt, die von Manfred Soest organisiert und geleitet wurde. Ihm ist es zu verdanken, dass so viele Elsenrother das Skilaufen lernen konnten, da er immer als Skilehrer zur Stelle war und auch heute noch ist. Nach wie vor fahren immer noch einige Skibegeisterte nach Livigno.

Falls das Wetter es zulässt, wird auch weiterhin in Elsenroth „am Hooch“ Ski gelaufen. Kinder-Slalom-Rennen und Fackelabfahrten stehen dann u.a. mit auf dem Ski-Winter-Programm und die Pistenbar lockt dann auch die Schlittenfahrer und Fußgänger auf den Berg. Durch die Anschaffung eines Motor-Schlittens ist es nun auch einfacher die Piste zu präparieren, Proviant zur Skihütte zu transportieren oder aber auch „Nicht-Ski-Läufer“ rauf zur „Bergstation“ zu bringen.